Bachforelle (Salmo trutta fario)
 Der Süβwasserfisch ist einer der bekanntesten und verbreitetsten Salmoniden weltweit. Besonders zeichnet sie sich durch ihren relativ groβen Kopf und Maul aus, ihre Zähne sind sehr scharf. Die Körperfarbe hängt sehr stark von ihrer Umgebung ab, der Rücken ist überwiegend olivbraun, die Flanken gelblich-grün. Charakteristisch sind die über den ganzen Körer verteilten roten und schwarzen Flecken. Die Schuppen sind klein, schmal und rund.
Die Bachforelle lebt in Bergflüssen oder –bächen, die sich durch kaltes, klares und sauberes Wasser mit hohem Sauerstoffgehalt und geringen Temperaturschwankungen auszeichnen. Sie hält sich in Bodennähe in Flussabschnitten mit groβen Wirbeln auf schwer zugänglichem Terrain auf.
Die Geschlechtsreife erreicht sie im dritten Lebensjahr bei einer Länge von über 25 cm. Bei der Bachforelle ist die Laichzeit im Dezember oder Januar.
Die Bachforelle ernährt sich von Tieren nahe des Flussgrundes, in erster Linie von Insektenmaden und weiteren wirbellosen Wassertieren sowie kleinen Fischen. Sie kann bis zu 15 Jahren alt werden, bei einer Länge von bis zu 1 m und einem Gewicht von 15 kg, abhängig von Nahrungsquelle und Wasserqualität.
In ihrem natürlichen Habitat im oberen Flussabschnitt werden meist Exemplare von 300-1000 g gefangen. Schon nach zwei Jahren kann die Bachforelle ein Gewicht von bis zu 1,5 kg erreichen. Einige gefangene Exemplare waren bis zu 124 cm lang und 25,5 kg schwer.
Das Verbreitungsgebiet der Bachforelle erstreckt sich von kalten Gebirgsflüssen und –bächen West- und Mitteleuropas bis zum Balkan und Kaukasus. In Bosnien-Herzegowina ist die Jagd nach der Bachforelle mit künstlichen Ködern, imitierten Fliegen und anderen Blinkern erlaubt. Das Angeln des sehr scheuen Fisches erfordert viel Können und Geduld.
Für das Angeln mit Fliegen ist die beste Periode von April bis Mitte Juli sowie von August bis Oktober, morgens und am frühen Abend, an bewölkten Tagen und nach Sommerregen kann man den ganzen Tag angeln. Ihr Fleisch gilt als besonders qualitativ und schmackhaft.
Äsche (Thymallus thymallus)
Der Körper der Äscher ist schmaler und länger als der der Forelle. Da ihr Maul auch kleiner ist, werden beim Angeln kleinere Köder benutzt. Die Körperfarbe ist metallgrau, der Rücken grünlich mit runden schwarzen Flecken, die Flanken sind gelblich, der Bauch weiβ. Die durchschnittliche Gröβe der gefangenen Äschen beträgt 750 g, doch wurden bereits Exemplare von 2,7 kg Gewicht gefangen. Die Äsche pflanzt sich von März bis Mai fort. Hauptfutterquelle sind Maden, kleine Wassertierchen, Schnecken und Fliegen, die sie in allen Wassertiefen jagt. Daneben ernährt sich die Äsche von kleinen Insekten und Fischen.
Die Äsche ist sehr schnell bei der Jagd auf Fliegen, die ins Wasser fallen, oder auch nur beim Flug die Wasseroberfläche berühren. Im Unterschied zu anderen Fischen schluckt die Äsche jedoch die Fliege nicht sofort, und spuckt sie wieder aus, wenn sie ihr nicht schmeckt. Daher muss der Angler sehr vorsichtig reagieren, wenn die Äsche schon nach der Fliege geschnappt hat. Auch wird sich eine Äsche, die einmal vom Haken entwischt ist, nicht noch einmal am selben Ort täuschen lassen.
Bei der Jagd auf die Äsche ist es auβerdem sehr wichtig, sich gut zu verstecken. Gröβte Chancen bestehen, wenn sich die Wasseroberfläche aufgrund eines leichten Windes bewegt, so dass sie den Angler nicht sehen kann. Beste Angelzeit ist im Frühling nach Abschluss der Laichsaison und im Herbst. Im Sommers beschränkt sich die ideale Angelzeit auf den Morgen und frühen Abend sowie bei leichtem Regen und Bewölkung.
Für die Äsche eignen sich unterschiedliche Köder: Feucht- und Trockenfliegen, Nymphen, Blinker sowie Maden, Würmern oder Larven von Köcherfliegen. Meist aber wird mit Fliegen geangelt. Eine knallige Farbe am Ende der Leine lockt die Äsche an. Im Unterschied zur Forelle, die sich von Insekten an der Oberfläche ernährt, befindet sich die Äsche meist in tieferen Schichten. Für eine bessere Präservierung der Trockenfliegen empfiehlt es sich, sie mit einem speziellen Silikonmittel zu bestreichen. Anstatt eines gekauften Silikonpräparates ist es auch möglich, eine Lösung aus Paraffin in Benzin zu benutzen.
Nymphen dagegen benutzt man für die unteren und mittleren Wasserschichten. Hierzu werden sie oft mit Bleigewichten oder Kupferdraht beschwert. Die Bewegungen der Nymphe wecken den Jagdinstinkt der Äsche.
Huchen/Donaulachs (Hucho hucho)
Mit einer Länge von bis zu 1,50 m und einem Gewicht von bis 50 kg ist dieser einer der gröβten Salmonidenarten und der gröβte in unserer Region. Er lebt in schnellen, kalten und sauerstoffreichen Flüssen.
Der Körper ist länglich und übersät mit schwarzen Flecken. Die Farbe des Rumpfes passt sich der Umwelt an, der Rücken ist dunkelbraun bis gelblich oder bläulich-grau, am Bauch weiβsilbern bis schmutzigweiβ. Während der Laichzeit wechselt die Farbe ins kupferrosa. Der Kopf ist groβ, massiv und länglich, auch die Kiemendeckel sind groβ. Die stark ausgeprägten Zähne sind hakenförmig gekrümmt, die Schuppen sind sehr klein. Dank starker Schwanzflossen ist der Huchen ein ausgezeichneter Schwimmer.
Durchschnittlich erreicht der Huchen eine Länge von 60-120 cm und ein Gewicht von 10-12 kg. Im 4. Lebensjahr bei Weibchen, im dritten bei Männchen erlangen sie ihre Geschlechtsreife. Im Februar bis Mai legt das Weibchen zwischen 15.000 und 25.000 Eier auf den Kiesboden. Nach 35 Tagen schlüpfen die Jungfische bei Temperaturen von 8-10oC und ernähren sich anfangs von verschiedenen wirbellosen Tieren, ab dem zweiten Jahr wechseln sie zu Fisch.
Im mittleren Flussverlauf des Klokot findet man auch Hecht, Döbel und Ukelei. Der Fluss ist relativ ruhig, abgesehen von der Quelle, wo mehrere Kaskaden und Kiesboden ideale Bedingungen zum Laichen speziell für Äsche und Bachforelle bieten. In den letzten 15 Jahren wurde die einheimische Fauna aufgrund von Besatz mit Regenbogenforellen leicht zurückgedrängt, doch wird diese Entwicklung durch gezieltes Abfischen der eingewanderten Spezie und dem Besatz von Äsche und Bachforelle rückgängig gemacht.
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